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G.Metzel  
Stellvertretender Generalsekretär
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Kaffee mit dem Gensek 06.12.2011 22:31

bestellt eine große Thermoskanne feinsten Mokkas nebst Sahne, Zucker und feinem Weinbrand sowie zwei Garnituren Geschirr... Das Gespräch wird eventuell interessant.

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Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von G.Metzel am 06.12.2011 22:32.

Veuxin ent Drakestrin-Rumata  
Generalsekretär
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08.12.2011 20:26

*Setzt sich zu Herrn Metzel.*

Ah, Sie haben bereits bestellt. Sehr umsichtig von Ihnen; vielen Dank. smile Sehr viel mehr als Kaffeetrinken können wir ja zur Zeit auch nicht tun, fürchte ich fast. Das Interesse an der UVNO ist seitens der beteiligten Staaten wieder einmal sehr gering.

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Generalsekretär der United Virtual Nations Organization

G.Metzel  
Stellvertretender Generalsekretär
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08.12.2011 22:30

Tja, darüber sollte man mal nachdenken. Ich sehe das Problem darin, daß man alles will und eben dadurch nichts zustande bringt. Man sollte mal eine klare Linie finden und dann auch Klartext reden. Es ist ja schön, wenn hier versucht wird, jede Kleinigkeit so auszudrücken, daß sie möglichst nicht missverstanden werden kann. Und genau das ist ein Problem. Im Reich wird kaum jemand diese Wortgeschwulste weiter als bis zum dritten Satz lesen und ich fürchte, das trifft auf die meisten Leute außerhalb des hiesigen diplomatischen Korps zu. Zumal dieser verbale Aufwand keine Ergebnisse zeitigt.

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Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.

Veuxin ent Drakestrin-Rumata  
Generalsekretär
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10.12.2011 12:40

Ja, er zeigt keine Ergebnisse, aber Sie können sicher sein: Wäre er nicht vorhanden, würden sich Ergebnisse zeigen, aber keine erfreulichen. Augenzwinkern Ich denke hier an die Abstimmung zur Öffentlichkeit der Vollversammlung. Der Fall einer Abstimmung mit Alternativen ist in der Geschäftsordnung nicht vorgesehen, also habe ich das getan, was mir daraufhin am logischsten erschien und sich am meisten mit der Geschäftsordnung gedeckt hat - mit dem Ergebnis, dass massive Kritik am Vorgehen geäußert wurde. Leider ist das in der Diplomatie und im Rechtswesen Gang und Gebe, dass man zuerst immer Tonnen an möglichem Schaden erkennen und entfernen muss, bis man irgendwann mal tatsächlich etwas aufbauen kann.

Weiterhin werden ja auch Dienste der UVNO, die wirklich mit einem Minimum an bürokratischem Aufwand auskommen (wie etwa UVNdoc bzw. UVNmap) nicht in Anspruch genommen.

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G.Metzel  
Stellvertretender Generalsekretär
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12.12.2011 21:34

Und das ist eben die elende Pest. Man hat was nach langen Geburtswehen in unendlichem Wortreichtum zu Papier gebracht. Und dann wird man es nicht mehr los. Diese Blätter Papier legen sich erstickend über alles. Nicht mehr die Gesetze dienen dem Ganzen, sondern das ganze dient den Gesetzen.
Ich glaube, wenn es hier eine Debatte über die Verteilung der Kosten für das im UVNO-Gebäude verbrauchten Klopapieres gäbe, mit den Sitzungsprotokollen könnte man sich den Arsch bis in alle Ewigkeit wischen, ohne die Seite mit dem Resultat zu verbrauchen.

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Veuxin ent Drakestrin-Rumata  
Generalsekretär
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13.12.2011 00:44

Das ist immer so, wenn gleichberechtigte Partner mit unterschiedlichen Vorstellungen eine möglichst gerechte Entscheidung herbeiführen möchten. Augenzwinkern Es gibt leider keine bessere Lösung. Aber deshalb auf die Diplomatie zu verzichten, wäre ein unheimlich großer Fehler. Würden sich die Staaten dafür interessieren, würde die Diplomatie die Staatengemeinschaft erheblich bereichern.

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G.Metzel  
Stellvertretender Generalsekretär
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13.12.2011 23:04

Gerechte Entscheidung.... Was bitte ist das? Eine Entscheidung muß ergebnisse bringen.
Schon zu des Neptuns Zeiten wurde ganz am Anfang absichtlich eine Instanz geschaffen, die abweichende Meinungen im jeweiligen Regierungsgemium Gehör verschaffen sollte. Nur wurde nie diplomatisch sondern immer Klartext geredet. Und so ist es noch heute. Im Rat sitzen Menschen, die verschiedener nicht sein könnten. Die VT und die Lady trennen Welten. Und Creuzet hat seine eigenen Ansichten. Und trotzdem werden die sich einig. Und Sie würden staunen mit wie wenigen Worten. Es gilt die Regel: Wer faselt, verliert.
Wenn man Argumente an der Realität prüft, scheiden Dinge wie ein "Naturgegebenes Recht auf Leben" und ähnliche Traumtänzereien aus. Ebenso die unantastbare Würde und sonstwas. Bei uns weiß man, das man sein Leben verteidigen muß und das am besten in der Gemeinschaft geht. Allerdings ziehen Aquatropolitaner daraus eben auch die Schlussfolgerung, daß die Gemeinschaft über dem Individuum steht. Die guten und wahren Menschen mögen das bestreiten, Fakt ist aber doch daß die als Gemeinschaft im Ernstfall zu Angriff oder Verteidigung Soldaten in Krieg und Tod schicken und Verweigerug auch streng bestrafen....
Allein dieser Widerspruch diskreditiert schon die Verteidiger sölcher Utopien und der Demokratie.

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Veuxin ent Drakestrin-Rumata  
Generalsekretär
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14.12.2011 15:08

Herr Metzel, Sie können nicht Aquatropolis nehmen und auf die UVNO projezieren - dafür sind die meisten Staaten zu verschieden. In Aquatropolis kann Klartext geredet werden, weil die Ziele klar sind und Aquatropolis eine höhere Priorität hat als die einzelnen Individuen. Das ist in der UVNO nicht so. Hier hat jeder Staat seine eigenen Ziele, die er verfolgen möchte, und dass diese mal mit den Zielen eines anderen Staates, geschweige denn gut zwanzig anderer Staaten übereinstimmt, ist ein äußerst seltenes Ereignis. Noch dazu ist wohl für jeden Mitgliedsstaat er selber erstmal wichtiger als die UVNO. Unter diesen Bedingungen würde ein Klartextreden sehr schnell dazu führen, dass die UVNO keine Mitglieder mehr hat, und eventuell würden sich sogar Kriege daraus entwickeln. Vereinfacht gesagt: Lieber in kleinsten Schritten vorwärts als mit Vollgas rückwärts. Augenzwinkern Das ist der Grund, warum sich die Diplomatie über die Jahrhunderte entwickelt hat. Und auch der Grund, warum man von der Kritik verschiedener Weltanschauungen Abstand nimmt und eben kein Wort darüber verliert, ob Demokratie, Diktatur, Theokratie oder Monarchie nun am sinnvollsten ist, sondern vorsichtig den kleinsten gemeinsamen Nenner erörtert und diesen dann schriftlich festhält, um darauf aufzubauen, Stück für Stück.

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Generalsekretär der United Virtual Nations Organization

G.Metzel  
Stellvertretender Generalsekretär
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19.12.2011 23:48

mir gefällt unsere Art besser. Sie werden zugeben, bei uns weiß man jedenfalls, woran man ist. Man muss nichts interpretieren, es besteht kaum die Gefahr von Missverständnissen. Im Zweifel einfach nachfagen, es gibt mit Sicherheit eine eindeutige Antwort. Die diplomatische unklare Ausdrucksweise, eigentlich eher Verlogenheit befördert doch Kriege eher als daß sie sie verhindert. Wenn jemand Krieg will, wird er ihn führen. Aber bei unserer Art scheidet wenigstens ein Krieg durch falsche Interpretation oder Wortwahl aus. Wenn ein Diplomat ja sagt, meint er vielleicht. Sagt er vielleicht, meint er nein. Sagt er nein, ist er kein Diplomat...wir sind jedenfalls keine diplomaten, wir sagen nein, wenn wir nein meinen. wieso sollen sich eigentlich nicht alle Staaten klar , kurz und deutlich ausdrücken?

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Veuxin ent Drakestrin-Rumata  
Generalsekretär
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20.12.2011 02:13

Vage ist in der Diplomatie nur, was höflich ist. Das ist Dekorum, fördert Staatenfreundschaften und damit eine bessere Verhandlungsbasis, hat aber so nur einen sekundären Nutzen.
Was Sie ja viel eher bemängeln, das ist die immense Präzision, die (im Idealfall) bei allen Vorgängen an den Tag gelegt wird, die tatsächlich einen Primärnutzen haben. Die hat aber wie bereits erwähnt ihre Berechtigung.
Wenn bei einem Vorgang zwischen zwei Staaten auch nur eine Sache unklar wäre, und in beiden Staaten mindestens eine findige Person irgendwo etwas zu sagen hätte, könnten Sie darauf wetten, dass diese Personen auf beiden Seiten diese Sache aufspüren und darin jeweils einen Nachteil für die eigene Seite wittern. Das ist meines Erachtens auch der Grund, warum es zwischenstaatlich in den Mikronationen meistens bei schönen Floskeln und Willensbekundungen bleibt: Bei allem anderen wäre mehr Arbeit, das wasserdicht zu machen, als eine Seite verantworten will. Paradebeispiel hierfür sind die gelegentlich angedachten Auslandsüberweisungen; bekanntlich ein sehr wunder Punkt. Nie ist eine Landeswirtschaft leichter verletzbar als mit nicht bis ins kleinste Detail durchdachten und präzisierten Auslandsüberweisungen.

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Generalsekretär der United Virtual Nations Organization

G.Metzel  
Stellvertretender Generalsekretär
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06.01.2012 00:48

Sehen Sie, ich bin genau ander ansicht. Je mehr Worte, desto mehr Möglichkeiten für Spitzfindigkeiten und Verdrehungen, Missdeutungen und böswillige Fehldeutungen aus politischen Gründen. Machen wir uns nichts vor, Diplomatie ist Minenlegen mit Worten.
Eine Übereinkunft sollte aus möglichst wenigen Worten bestehen, bei denen möglichst abweichende Begriffsverständnisse geklärt werden sollten. Gutes Beispiel ist wohl der Unterschied zwischen Ihrem und meinem Menschenrechtsverständnis. In etlichen Fällen würdensie uns krasse Menschenrechtsverletzungen vorwerfen und hätten aus Ihrer Sicht Recht. Wir würden sagen, die Menschenrechte streng beachtet zu haben, womit wir nach unserer Sicht der Dinge ebenfalls Recht hätten. Je mehr solcher Begriffe, desto mehr Möglichkeiten für irrtümliche oder böswillige Fehlinterpretationen. Wir bevorzugen es, uns klar und deutlich auszudrücken. Wenigstens sind wir schwer misszuverstehen und unsere Aussagen verursachen keine Hirnerweichung... Augenzwinkern

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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von G.Metzel am 06.01.2012 00:55.

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